„Du bist verrückt, mein Kind, geh nach Berlin“, ist ein bekannter Ausspruch aus dem 19. Jahrhundert, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Die polarisierende Metropole bietet alles, was man sich vorstellen kann. Von menschlichen Abgründen, Familienglück über Künstler bis hin zu Millionären; es ist kein Wunder, eine dieser Gruppen oder gar alle davon an einem einzigen Tag in der U-Bahn anzutreffen.
Während die einen Gestank, Lärm und Kriminalität mit der Hauptstadt verbinden, ist sie für andere ein Zufluchtsort, der einen befreiten Lebensstil und die Möglichkeit, persönliche und berufliche Träume zu verwirklichen, bietet. In Berlin steht die Zeit nicht still, sie rast regelrecht, und wer sich dem Tempo nicht anpasst, wird von der Stadt verschlungen, verdaut und nicht selten an einem Ort ausgeschieden, der in scharfem Kontrast zu den ursprünglich verfolgten Plänen steht.
Neben dem Unplanbaren, den Menschenmassen, dem Bunten und dem Kaputten lässt sich jedoch nicht bestreiten, das Berlin in mancherlei Hinsicht sehr fortschrittlich ist und besonders in Sachen Diversität als Vorreiter betrachtet werden kann. Man könnte sogar sagen, dass Berlin die Hauptstadt der Compliance ist.
Compliance in Berlin
Wandert er durch die Straßen Berlins, fallen dem achtsamen Beobachter oftmals an edlen Altbaufassaden Schilder auf, die auf Anwaltskanzleien oder Beratungsunternehmen mit einer Spezialisierung auf Datenschutz und Compliance verweisen. Der Schein trügt nicht – eine kurze Google-Suche zeigt, wie gehäuft Dienstleistungen dieser Art in Berlin vertreten sind. Dass trotz der hohen Anzahl all diese Unternehmen sich nicht nur halten, sondern gar florieren, spricht für den großen Bedarf und für das Bewusstsein Berliner Unternehmen dafür, wie wichtig es ist, Gesetze und Ethik mit wirtschaftlicher Effizienz in Einklang zu bringen.
Weniger prägnant im allgemeinen Straßenbild, dafür aber nicht weniger von Bedeutung, ist die Tatsache, dass Berlin als Sitz von Bundestag, Bundesministerien und Regulierungsbehörden (z. B. BfDI, BSI) maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung von Compliance-relevanten Gesetzen beteiligt ist.
Wer dem Ruf der Großstadt folgt und in Berlin eine Aus- oder Weiterbildung absolvieren möchte, wird, wie könnte es anders sein, eine große Auswahl an Fächern, die sich schwerpunktmäßig mit Compliance beschäftigen, vorfinden, sei es an der HU, FU oder HWR.
Bei diesen Rahmenbedingungen sollte es nicht verwunderlich sein, dass die Hauptstadt sich hervorragend als Ort für zahlreiche Fachveranstaltungen, Meetups und Konferenzen rund um Datenschutz, Governance und Ethik eignet, auf denen neue Bekanntschaften geknüpft werden können und Wissen vertieft wird.
Und manche dieser Bekanntschaften münden schlussendlich in die Gründung eines Startups, denn mit seiner Innovationskraft bietet die Metropole einen idealen Nährboden für die Startup- und Legal-Tech-Szene, die neue digitale Lösungen für Compliance-Prozesse entwickeln und den Fortschritt vorantreiben können.
Fazit
Berlin polarisiert, man liebt es oder man hasst es, dazwischen scheint es oft keine Grauzone zu geben. Unbestreitbar sind jedoch die Möglichkeiten und die Offenheit, die sich in der Hauptstadt bezüglich Compliance auffinden lassen.
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